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Verpackungen

Die interaktive Kiste zeigt sechs verschiedene 3D-Exponate typischer Einwegverpackungen, wie Coffee-to-go-Becher, Plastiktüte oder Kaffee-Kapseln. Wer ein...

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Ansicht der Kiste »Verpackungen«
  • Ansicht der Kiste »Verpackungen«
Überschrift Erteile Müll eine Abfuhr

Die interaktive Kiste zeigt sechs verschiedene 3D-Exponate typischer Einwegverpackungen, wie Coffee-to-go-Becher, Plastiktüte oder Kaffee-Kapseln. Wer ein Exponat in die Vertiefung auf der Kiste stellt, erfährt auf einem Bildschirm beeindruckende Fakten zum Rohstoffverbrauch der Einwegprodukte und bekommt Tipps zu ressourcenschonenden Alternativen.

Illustration PET-Flaschen

Einwegflaschen (PET)

PET-Einwegflaschen können, wie der Name schon sagt, nur ein einziges Mal verwendet werden. Auch deshalb liegt der Bedarf in Deutschland bei gigantischen 17 Milliarden Stück im Jahr. Für die Herstellung von 1 Kilogramm Einwegflaschen aus PET werden dabei 1,9 Kilogramm Erdöl benötigt. Zum Vergleich: PET-Mehrwegflaschen können mindestens 15 Mal, Glasflaschen sogar bis zu 50 Mal wieder befüllt werden.

Mehrwegtipps schonen Ressourcen
  • Mehrwegflaschen aus PET oder Glas den »Wegwerf-PETs« immer vorziehen! So werden Rohstoffe, Energie und Treibhausgase eingespart.
  • Vermeide klimabelastende LKW-Transportwege und wähle Mineral­wasser in Mehrwegflaschen aus der Region.
  • Ganz ohne Kistenschleppen und mit 0,2 Cent pro Liter unschlagbar preiswert löscht Leitungswasser den Durst. Es gilt in Deutschland als eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel.
  • Wer auf Kohlensäure nicht verzichten will, greift einfach zum Trinkwassersprudler.
Illustration Waage
100 Mrd. Plastiktüten/Jahr alleine in der EU = 1,5 Mio. Tonnen Müll = 4 Empire State Buildings

Plastiktüten

Hier ein Tütchen, da ein Tütchen – alleine in Deutschland werden jährlich über 6 Milliarden Plastiktüten verbraucht! Aneinandergelegt könnte man damit 46 Mal die Erde umrunden. Da leider nur ein Teil davon recycelt wird und viele in der Müllverbrennung landen, gehen
zigtausende Tonnen Rohstoffe wie Erdöl unwiederbringlich verloren.

Praktische Tipps zum Mitnehmen
  • Statt Einwegplastiktüten Mehrwegtaschen und -beutel verwenden! Neben Rohstoffen spart man auch die Kosten für die Tüten.
  • Wiederverwendbare Polyestertragetaschen sind extrem stark, leicht und platzsparend und stecken im Vergleich jede Plastiktüte locker in die Tasche.
  • Verzichte auf unnötige Plastiktüten beim Obst- und Gemüsekauf!
  • Mehrwegbeutel aus waschbarer Baumwolle oder Recycling­kunststoff eignen sich für Transport und Lagerung mindestens genauso gut.

Einwegbecher

Die so genannten »to-go-Becher« für Kaffee aus Pappe oder Kunst­stoff gehören längst zu unserem Alltag. Rund 60 Stück verbraucht jeder Bundesbürger jährlich. Hinzu kommen noch einmal ca. 70 Einwegbecher für Kaltgetränke. Macht insgesamt 10 Milliarden Stück pro Jahr. Viele landen in öffentlichen Mülleimern und ihre Rohstoffe gehen bei der Verbrennung verloren.

Stopp »To go« mit diesen Tipps:
  • »To go« klingt praktisch, bringt uns aber kaum Zeitersparnis. Drum lieber
    entspannt wie die Italiener aus einer echten Tasse trinken.
  • Für unterwegs einen Mehrwegbecher* mitnehmen und beim Bäcker oder im
    Café befüllen lassen. Dieser hält das Lieblings­getränk warm bzw. kühl und
    sieht auch noch chic aus. * Tests: http://www.verbraucherzentrale-bayern.de/coffee-to-go-becher; www.oekotest.de
  • Immer mehr Anbieter bewerben das Mitbringen von Mehrweg­bechern
    mit dem Logo »Coffee-to-go-again«. Adressen unter: https://www.coffee-to-go-again.de/
Illustration Müllwagenladungen

Kaffee-Kapseln

Kaffee-Kapseln sind verglichen mit herkömmlichem Kaffee nicht nur extrem teuer. Sie produzieren noch dazu jede Menge Müll. Fast 3 Milliarden Kaffee-Kapseln aus wertvollem Aluminium bzw. Kunststoff werden in Deutschland im Jahr verbraucht – Tendenz stark steigend. Für ihre Herstellung werden dabei enorme Mengen Rohstoffe und Energie verbraucht.

Starke Tipps für Kaffeetrinker:
  • Statt Einweg-Kaffee-Kapseln nutze wiederbefüllbare Kapseln aus
    Edelstahl!
  • Eine Tasse Kapselkaffee kostet etwa 30 Cent. Das ist rund drei Mal so viel wie für eine Tasse Filterkaffee (9 Cent). Umgerechnet auf 4 Tassen Kaffee am Tag macht das Mehrkosten von 300 Euro jährlich.
  • Presse statt Knopfdruck: Mit French Press-Kannen kann man ohne Kapselmüll leckeren Kaffee als Einzelportion oder für die ganze Kaffee-Runde zubereiten.
Illustration der Welt - Dosenkette

Getränkedosen

Der Bedarf an Getränkedosen aus Weißblech und Aluminium steigt rasant. Von 2010 bis 2015 hat sich der Absatz mit 2 Milliarden Stück im Jahr in Deutschland nahezu verdoppelt. Die überwiegende Zahl sind Aludosen. Das Problem: Trotz hoher Recyclingquoten wird auch Primäraluminium eingesetzt, dessen Herstellung aus Bauxit sehr viel Energie verbraucht. Dazu kommen Umweltfolgen wie giftiger Rotschlamm plus klimaschädliche Treibhausgase.

Tipps gegen die Blechlawine:
  • Dosen und Einwegglasflaschen sind die ökologischen Schluss­­lichter bei den Getränkeverpackungen. Nutze stattdessen lieber Mehrweg­flaschen aus Glas oder PET!
  • Mixe Softdrinks einfach selbst anstatt Einheitslimo aus Dosen zu kaufen! Coole Rezepte im Ratgeber »Eistees, Limonaden & Fassbrausen«
    www.test.de/shop/essen-trinken

Plastikverpackungen

Es gibt viele unterschiedliche Kunststoffarten: Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol… Und unzählige Arten von Plastikverpackungen. Was Zitronennetz, Zahnpastatube und Joghurtbecher dabei verbindet? Die Tatsache, dass nur 4 von 10 Kunststoffverpackungen recycelt werden und bei der Verbrennung der restlichen Verpackungen wertvolle Ressourcen vernichtet werden.

Mit diesen Tipps kann Plastik einpacken:
  • Zeige aufwendig verpackten Lebensmitteln die rote Karte!
  • Lieber unverpackte Waren wie Obst und Gemüse kaufen und in wiederverwendbaren Beuteln z. B. aus Baumwolle transportieren.
  • Versuche einmal »Bulk Shopping«! Bei diesem neuen Trend verkaufen »Unverpacktläden« und auch Bio­läden Lebensmittel wie Nudeln, Müsli oder Bohnen aus umweltfreundlichen Großbehältern zum selbst Abfüllen. Das spart Verpackungsmüll und man erhält genau die Menge, die man benötigt.